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KUNST IM HAUS

Als lebendige Bühne vereint unser Zunfthaus Kulinarik, Geselligkeit und inspirierende Kunst in einem offenen, kreativen Austausch.

Nina Staehli hat zwei Skulpturen geschaffen. Eine steht im Gastraum; die zweite im 1. Stock im historischen Seelenfenster der Weggenstube. Die von Staehli gestaltete Figur in Form eines Hundes nimmt Bezug auf unser Wappentier und soll den Weissen Wind symbolisch neu beseelen.Massimo Milano tritt als moderner Barde in Erscheinung. Er singt nicht, er zeichnet Episoden aus dem Weissen Wind. Ein grosses Bild hängt im Gastraum. Es nimmt Bezug auf unsere marktfrische und regionale Küche sowie auf die Historie des Hauses. Dazu gestaltet er die saisonalen Postkarten für unsere Tische.

Geschichte

1425 Erbauung und Erstnutzung

Vor mehr als 500 Jahren wird das traditionsreiche und vielseitig genutzes Haus, der heutige Weisse Wind, erbaut. Bis 1600 wird das Gebäude 200 Jahre als Pfarrhaus unter anderem des Grossmünsterkaplans genutzt und nimmt so eine wichtige Stellung für die Stadt Zürich ein. Anschliessend wird es durch den Verkauf zu einem gehobenen Bürgerhaus.

1444 zum Häring

Das Haus wird erstmals mit dem Namen Zum Häring (Hering) erwähnt. Eventuell rührt dies vom Familienname der damaligen Besitzer her.

1756 Weisser Wind

Das Gebäude erhält seinen Hausnamen «Weisser Wind». Der Name leitet sich von Windhund ab. Dieser war einst der Jagdhund des ansässigen Jägers.

1850 Brauerei und Wirtshaus

Hinter dem Haus im Hof wird eine Brauerei und Wirtschaft eingerichtet. Bier wird zum Getränk der Arbeiter und Studenten, welche im Weissen Wind ein und aus gehen. Die Brauerei geht durch viele Hände. 1922 ist die Brauerei am Uetliberg und A. Hürlimann für etwa 60 Jahre dort ansässig. Mit dem regen Wirtschaftsbetrieb beginnt die Geschichte des Restaurants.

1885 Studentenverbindung

Im Januar zieht die Studentenverbindung Zofingia in den Weissen Wind. Eigens hierfür wurde das Hintergebäude erhöht und der Zofingersaal, heute Neuzofingersaal fertiggestellt. 1903 ändert die Verbindung ihren Namen in Neuzofingia, um aus dem gesamtschweizerischen Verein auszutreten und weiterhin als schlagende Verbindung auftreten zu können. Noch findet sich der Stammtisch im Restaurant.​

1904 Zunft zum Weggen

Der Gebäudekomplex erhält in seinen Grundzügen die heutige Form. Durch viele Umbauten verschwindet die Gartenwirtschaft zusammen mit einer Kegelbahn im Hinterhof. 1928 entsteht zudem der Seerosensaal, welcher die heutige Garderobe darstellt. Die Weggenzunft, gegründet 1336, zieht aus ihrem alten Zunfthaus in den Weissen Wind. Für ihre Veranstaltungen nutzen sie den grossen Saal. Auch die alte Jägerstube wird zur heutigen Weggenstube umbenannt. Seit 1928 erscheint der Zunftname bis heute an der Hausfassade.

1948 Gesellschaften

Neben den grossen Vereinigungen finden auch regelmässig Schachmeisterschaften oder die Briefmarkenbörse statt. Der grosse Saal wird für Feste, politische Versammlungen und Theateraufführungen genutzt. Auch heute verbindet der Weisse Wind weiterhin verschiedene Gesellschaften und Generationen.

1950 Fasnachtsclique

Ein weiterer Hausgenosse gesellt sich in den Weissen Wind. 1980 erhält die Fastnachtsclique Basler Zepf ihren eigenen Raum, welchen sie sich heute mit der Studentenverbindung teilen.

1952 Hundezeichnung

Nach einer erneuten Renovation erscheint der Name nun zusammen mit der Windhund-Zeichnung an der Hausfassade. Sie ist vom Zürcher Grafiker Walter Käch gezeichnet. Im heutigen Logo tritt der unverkennbare Hund als Wappentier weiterhin in den Vordergrund.

2007 Denkmalschutz

In der wertvollen Bausubstanz der verschiedenen Jahrhunderte wird der Prozess der frühen Verdichtung in der Altstadt nachvollziehbar. Ferner zeigt die teilweise reiche Ausstattung das vielseitige und rege gesellschaftliche Leben im Haus. Auch das handwerkliche Geschick der früheren Generationen bleibt erkennbar.

2014 Filmdreh

Der Weisse Wind ist Drehort für den mehrfach ausgezeichneten Film «Der Kreis». Er erzählt die Geschichte der Schweizer Schwulenorganisation «Der Kreis» Mitte der 50er Jahre. Die Herrentoilette im 2.Obergeschoss spielt dabei eine zentrale Rolle.

2018 Weisser Wind Gastronomie

Die Geschichte des traditionellen Restaurants und Veranstaltungshauses wird mit einem aufgefrischten Erscheinungsbild durch die Übernahme der Weisser Wind Gastronomie AG weitererzählt. Der Weisse Wind bleibt das weltoffene, hochwertige und ehrliche Haus.

2024 Commercio Gastronomie

Der Weisse Wind wird als neustes Familienmitglied in die Commercio Gastronomie aufgenommen. Das traditionsreiche Restaurant und Zunfthaus wird punktuell aufgefrischt und ist stolz auf seine langjährige Schweizer Küche und Geschichte.​

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